Die Brennweite eines Objektivs

brennweite_grafikDie Brennweite eines Objektivs wird in Millimetern angegeben und entspricht der Entfernung zwischen der Aufnahmeebene (Brennpunkt), also dem Sensor, und der Objektiv-Hauptebene (auch Nodalpunkt genannt). Das betrifft aber nur sog. Festbrennweiten da diese auch tatsächlich nur eine Hauptebene in Form einer speziellen Linse (oder Linsengruppe) haben.

Heutzutage kommen aber meist Zoom-Objektive mit einer variablen Brennweite zum Einsatz. Diese weisen bewegliche Linsengruppen in den Objektiven auf mit deren Hilfe die Hauptebene verschoben und damit die Brennweite verändert werden kann.

Je größer die Brennweite, desto enger wird der Bildwinkel und somit der Bildausschnitt. In anderen Worten: mit zunehmender Brennweite nimmt auch der Vergrößerungsfaktor zu.

Zoom-Objektiv mit variabler Linsengruppe (Variator) zur Veränderung der Brennweite
Zoom-Objektiv mit variabler Linsengruppe (Variator) zur Veränderung der Brennweite

In der Praxis bezeichnet man bei Kameras mit einem APS-C-Sensor ein 35-mm-Objektiv als Normalobjektiv, weil es in etwa dem Blickwinkel des menschlichen Auges (46°) entspricht. Objektive unterhalb von 35 mm bezeichnet man als Weitwinkelobjektive; der Name verrät schon, dass der Blickwinkel hier groß bis sehr groß ist.

Unter 14 mm spricht man schon von Superweitwinkelobjektiven, es gibt sogar sogenannte Fisheye-Objektive, die einen Bildwinkel von 180 Grad besitzen und meistens ein kreisförmiges Bild produzieren.

Brennweiten oberhalb von 35 mm gehören zur Familie der Teleobjektive, Objektive ab 300 mm Brennweite werden Super- oder Ultrateleobjektive genannt. Weitwinkel- und Teleobjektive haben, vom Bildwinkel mal abgesehen, spezielle Eigenschaften was die Perspektive und die Verzerrung betrifft, die nicht mehr der menschlichen Sehweise entsprechen. Diese Eigenschaften können dem Bild schaden, aber auch bewusst eingesetzt werden, um dem Bild einen gewissen Effekt zu verleihen.

11 Oktober, 2016|fototechnik, Technikempfehlung|