Interessante Filme über echte Star-Fotografen

1. Double Exposure: The Story of Margaret Bourke-White (1989)

Die 1904 geborene Margaret Bourke-White war die erste weibliche Kriegsfotojournalistin Amerikas. Und sie lieferte das Titelbild für die erste Ausgabe des Life Magazins. In der Hauptrolle: Farrah Fawcett, einem breiten Publikum bekannt aus „Drei Engel für Charlie“. Den ganzen Film auf YouTube:

2. Helmut Newton: Frames from the Edge (1989)

Helmut Newton (1920-2004) wurde für seine erotischen Bilder von großen, blonden und großbusigen Frauen bekannt. Dieser Dokumentarfilm begleitet ihn über Dreharbeiten in LA, nach Paris, Monte-Carlo und Berlin und ist ein aufschlussreicher Blick hinter die Linse eines Star-Fotografen. Zu sehen gibt es den Film auf YouTube:

3. Annie Leibowitz: Life Through a Lens (2008)

Die 1949 in Conneticut geborene Anna-Lou ‚Annie‘ Leibovitz ist die wohl berühmteste Porträtfotografin der Welt. Dieser Dokumentarfilm unter der Regie ihrer Schwester Barbara Leibovitz zeichnet die Einflüsse nach, die sie von ihrer Kindheit über den Übergang vom Rolling Stone zur Vanity Fair bis hin zu ihren späteren persönlichen Beziehungen einschließlich der Mutterschaft geprägt haben. Der ganze Film ist zu finden auf amazon prime.

Fernsehtipp: Das Vermächtnis des August Sander im SWR Sonntag, 14. Januar 2018 – 10:45 – 11:30 Uhr

Das Vermächtnis des August Sander

Das Auge des Jahrhunderts – Das Vermächtnis des August Sander

Sonntag, 14. Januar 2018 – 10:45 – 11:30 Uhr, SWR

August Sander gilt als einer der wichtigsten Fotografen des 20. Jahrhunderts. Sein Lebenswerk ist der Bildatlas „Menschen des 20. Jahrhunderts“, ein Abbild der deutschen Gesellschaft. In über sechs Jahrzehnten entstehen so tausende Fotos. Seine berührenden Bilder sind Inspiration und Maßstab auch für die heutige Fotografen-Generation.

Die Dokumentation belichtet den Lebensweg des Künstlers, der für uns die Zeit einfror. Geboren in einem kleinen Ort im Westerwald, zwischen Siegerland und Rheinland, taucht August Sander 1910 in Köln auf. Porträts sind seine Spezialität. Er gibt den Menschen das Gefühl, dass sie vor seiner Kamera gut aufgehoben sind. Er fährt in den Westerwald und bietet den Bauern seine Dienste als mobiler Fotograf an. Anfang des 20 Jahrhunderts entstehen dort wunderbar poetische Porträts der Menschen, die dort leben. In den 1920er-Jahren macht Sander den entscheidenden Schritt vom Handwerker zum Künstler.

Er kommt auf die Idee, den riesigen Berg an Fotos in Gruppen zu ordnen und jeder Gruppe eine Überschrift zu geben – Der Bauer, Der Handwerker, Die Frau, Die Stände, Die Künstler, Die Großstadt, Die letzten Menschen – und so ein Porträt seiner Zeit zu entwerfen. Wie sieht ein Handlanger zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus, wie ein Bauer und wie eine Sekretärin? Sander hat all diese Menschen fotografiert und für die Nachwelt festgehalten.

Was Sanders intensive Porträts unsterblich macht, ist ihre Präsenz. Alle sind Typus und Individuum zugleich. Das Wesen der Zeit in Gesichtern spiegeln, auf diesem Konzept fußt das Lebenswerk von August Sander. Im August Sander Archiv der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur in Köln lagern 11 000 Glasnegative und werden dort wissenschaftlich aufbereitet – die Hardware des legendären Fotografen.

Die Fotografin Hilla Becher, in ihrem letzten Interview vor ihrem Tod im Oktober 2015, der Fotograf Oliver Sieber, spezialisiert auf Porträts von Jugendszenen und Subkulturen, der Modeblogger Gunnar Hämmerle und auch Architekturfotograf Reinhard Matz erzählen von der Bedeutung und ihrer Inspiration durch August Sander.

Die Leiterin der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur in Köln, Gabriele Conrath-Scholl, ermöglicht einen Einblick in das Handwerk des Meisters. Und Sanders Urenkel Julian Sander lüftet das Geheimnis, warum dessen berühmtes Motiv eines Konditors zwischen 1,50 und 1 Million Euro kosten kann.

Fernsehtipp: Das Vermächtnis des August Sander bei 3Sat am 6. November 2016 – 11:15 – 12:00 Uhr

Das Vermächtnis des August Sander

Das Auge des Jahrhunderts – Das Vermächtnis des August Sander

Sonntag, 6. November 2016 – 11:15 – 12:00 Uhr 3sat

August Sander gilt als einer der wichtigsten Fotografen des 20. Jahrhunderts. Sein Lebenswerk ist der Bildatlas „Menschen des 20. Jahrhunderts“, ein Abbild der deutschen Gesellschaft. In über sechs Jahrzehnten entstehen so tausende Fotos. Seine berührenden Bilder sind Inspiration und Maßstab auch für die heutige Fotografen-Generation.

Die Dokumentation belichtet den Lebensweg des Künstlers, der für uns die Zeit einfror. Geboren in einem kleinen Ort im Westerwald, zwischen Siegerland und Rheinland, taucht August Sander 1910 in Köln auf. Porträts sind seine Spezialität. Er gibt den Menschen das Gefühl, dass sie vor seiner Kamera gut aufgehoben sind. Er fährt in den Westerwald und bietet den Bauern seine Dienste als mobiler Fotograf an. Anfang des 20 Jahrhunderts entstehen dort wunderbar poetische Porträts der Menschen, die dort leben. In den 1920er-Jahren macht Sander den entscheidenden Schritt vom Handwerker zum Künstler.

Er kommt auf die Idee, den riesigen Berg an Fotos in Gruppen zu ordnen und jeder Gruppe eine Überschrift zu geben – Der Bauer, Der Handwerker, Die Frau, Die Stände, Die Künstler, Die Großstadt, Die letzten Menschen – und so ein Porträt seiner Zeit zu entwerfen. Wie sieht ein Handlanger zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus, wie ein Bauer und wie eine Sekretärin? Sander hat all diese Menschen fotografiert und für die Nachwelt festgehalten.

Was Sanders intensive Porträts unsterblich macht, ist ihre Präsenz. Alle sind Typus und Individuum zugleich. Das Wesen der Zeit in Gesichtern spiegeln, auf diesem Konzept fußt das Lebenswerk von August Sander. Im August Sander Archiv der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur in Köln lagern 11 000 Glasnegative und werden dort wissenschaftlich aufbereitet – die Hardware des legendären Fotografen.

Die Fotografin Hilla Becher, in ihrem letzten Interview vor ihrem Tod im Oktober 2015, der Fotograf Oliver Sieber, spezialisiert auf Porträts von Jugendszenen und Subkulturen, der Modeblogger Gunnar Hämmerle und auch Architekturfotograf Reinhard Matz erzählen von der Bedeutung und ihrer Inspiration durch August Sander.

Die Leiterin der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur in Köln, Gabriele Conrath-Scholl, ermöglicht einen Einblick in das Handwerk des Meisters. Und Sanders Urenkel Julian Sander lüftet das Geheimnis, warum dessen berühmtes Motiv eines Konditors zwischen 1,50 und 1 Million Euro kosten kann.

Nach oben