Nikon TIPP: 2. Verwendung der Funktionstaste (Fn) D3x00 und D5x00

Vor kurzem begann ich die Nikon-Tipp-Reihe zu den Funktionstasten mit der AF-L/AE-L-Taste. Diese Taste steht bei allen Nikon Kameras der DX- und FX-Serie zur Verfügung und ist immer an der rechten Rückseite auf Daumenhöhe positioniert.

Anders verhält es sich bei der sog. Funktionstasten (Fn). Bei den Kameras der D3x00 bzw. D5x00 Modellreihe befindet sie sich vorne links unterhalb der Blitz-Taste. Auch hier gilt: Drückt man diese, wird eine bestimmte Funktion der Kamera aufgerufen, die ich im Kamera-Menü je nach persönlichem Bedarf aus einer Vielzahl von Optionen auswählen kann. Ich kann meine Kamera also gezielter auf meine persönliche Arbeitsweise anpassen.

Nikon Funktionstaste Tipp

Vorgehensweise: Durch drücken und gedrückt halten wird das hintere Display aktiviert und die Funktion, die ich aktiviert habe, kann ich mit dem Einstellrad verändern.

Die Auswahl der individuellen Funktion dieser Taste erfolgt über das Untermenü „Individualfunktionen“ (Stift-Symbol) innerhalb des Kamera-Menüs (erreichbar über die Menü-Taste). Bei „f Bedienelemente“ das Untermenü „Belegung der Fn-Taste“ durch drücken der OK-Taste oder der rechten Pfeiltaste des Multifunktionsrades auswählen.

Je nach Kamera-Modell stehen jetzt verschiedene Optionen zur Auswahl (mit OK-Taste bestätigen):

D3x00 und D5x00

  • Bildqualität/-größe
  • ISO-Empfindlichkeit
  • WB Weißabgleich
  • Active D-Lighting

D5x00 zusätzlich

  • HDR
  • + NEF (RAW)
  • BKT autom. Belichtungsreihe
  • AF-Messfeldsteuerung
  • Live-View
  • Gitterlinien im Sucher an/aus (D5300 u. D5500)
  • WiFi (falls in der Kamera vorhanden)

Eine Reihe von Einstellungen sind nur in den Kameramodi P, A, S, M verfügbar, nicht in der Vollautomatik oder in den Motivprogrammen. Was bedeuten diese Funktionen in der Praxis? Hier eine Auswahl mit Erläuterungen:

Bildqualität und -größe

Mit dieser Funktion kann ich schnell zwischen verschiedenen Dateitypen zur Aufnahme wählen:

Bildqualität

  1. NEF (RAW) + JPEG Fine > von jeder Aufnahme wird eine RAW-Datei und ein JPEG mit höchster Qualitätsstufe gespeichert. Die JPEG-Datei wird nur wenig komprimiert.
  2. NEF (RAW) + JPEG Normal > von jeder Aufnahme wird eine RAW-Datei und ein JPEG mit mittlerer Qualitätsstufe gespeichert. Die JPEG-Datei wird stärker komprimiert.
  3. NEF (RAW) + JPEG Basic > von jeder Aufnahme wird eine RAW-Datei und ein JPEG mit geringer Qualitätsstufe gespeichert. Die JPEG-Datei wird sehr stark komprimiert.
  4. NEF (RAW) > hier wird nur eine RAW-Datei gespeichert.
  5. JPEG Fine > von jeder Aufnahme wird nur ein JPEG mit höchster Qualitätsstufe gespeichert. Die JPEG-Datei wird nur wenig komprimiert.
  6. JPEG Normal > von jeder Aufnahme wird nur ein JPEG mit mittlerer Qualitätsstufe gespeichert. Die JPEG-Datei wird stärker komprimiert.
  7. JPEG Basic > von jeder Aufnahme wird nur ein JPEG mit geringer Qualitätsstufe gespeichert. Die JPEG-Datei wird sehr stark komprimiert.

Welche Einstellung hier am sinnvollsten ist, muss man individuell betrachten. Wer sich nicht mit Bildbearbeitung beschäftigen mag, der sollte JPEG Fine wählen. Das ist die höchste Qualitätsstufe. Die Bilddatei wird zwar größer doch Speicherplatz ist heutzutage bei den günstigen SD-Karten mit hoher Kapazität kein Problem. RAW-Bilder beinhalten deutlich mehr Bildinformation, die ich bei der Bildbearbeitung noch nutzen kann aber eine RAW-Datei muss ich immer mit einem sog. RAW-Konverter wie z.B. Lightroom, NX-D oder ähnlichem bearbeiten.

Bildgröße

  1. L 6000×4000 Pixel, 24 Megapixel
  2. M 4496×3000 Pixel, 13,5 Megapixel
  3. S 2992×2000 Pixel, 6 Megapixel

Hier plädiere ich immer für L, denn warum sich eine 24-Megapixel-Kamera kaufen und dann mit der Auflösung einer Kompaktkamera fotografieren. M oder S macht nur Sinn wenn ich z.B. die Bilder sofort via WiFi auf mein Smartphone übertragen möchte um sie online zu präsentieren. Das kann aber meistens das Smartphone schon inkl. Aufnahme besser (ist aber meine persönliche Meinung).

ISO und WB

Falls eine dieser beiden Funktionen gewählt ist, komme ich sofort in das jeweilige Untermenü und kann meinen ISO-Wert oder meine Weißabgleich-Einstellung manuell wählen.

Active D-Lighting (ADL)

Diese Kontraststeuerung von Nikon verändert die Helligkeit der Lichter und der Schatten im Bild bei der Aufnahme je nach Intensitätseinstellung. Folgende Abstufungen sind möglich:

  1. A (Automatik)
  2. OFF
  3. H+ > Extrastark
  4. H > Verstärkt
  5. N > Normal
  6. L > Moderat

HDR

High Dynamic Range kombiniert 2 Belichtungen, die hintereinander gemacht werden zu einem einzigen Bild. Das 1. Bild wird bewusst unter-, das 2. Bild bewusst überbelichtet. Dadurch kann der Kontrastumfang des anschließend aus den beiden Bildern errechnete Endergebnis erhöht werden. Geht nur bei der Bildqualität JPEG, nicht im RAW-Modus möglich.

BKT

Hier wird eine autom. Belichtungsreihe aufgenommen wobei ich die Wahl habe zwischen:

  1. AE Bel.-Reihe > 3 Bilder werden hintereinander aufgenommen. Aufnahme 1 mit der gemessenen Belichtung, Aufnahme 2 unterbelichtet, Aufnahme 3 überbelichtet. Die Schrittweite kann von 0,3 bis 2,0 LW-Stufen variiert werden.
  2. WB > Bei jeder Auslösung erstellt die Kamera 3 Bilder mit unterschiedlichen WB-Einstellungen. Nicht im RAW-Modus verwendbar.
  3. ADL > 2 Aufnahmen werden gemacht, einmal mit aktueller ADL-Einstellung, einmal ohne ADL.

AF-Messfeldsteuerung

Je nach eingestelltem Autofokusmodus AF-A/AF-S/AF-C kann ich zwischen den zur Verfügung stehenden Messfeldsteuerungsarten wählen, z.B. Einzelfeldsteuerung, autom. Messfeldwahl, d9, d21, d39 oder 3D-Tracking (Auswahl abhängig vom Kameramodell).

Fortsetzung folgt mit der Erläuterung weiterer Funktionstasten.

 

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