Nikon TIPP: 3. Verwendung der Funktionstasten (Fn) und (Pv)

Die Nikon-Tipp-Reihe zu den Funktionstasten geht weiter. Heute zeige ich Euch die Verwendungsmöglichkeiten der Funktionstasten (Fn) und (Pv) bei den Modellen der 7000er-Serie und den Vollformatkameras. Auch hier gilt: Drückt man diese, wird eine bestimmte Funktion der Kamera aufgerufen, die ich im Kamera-Menü je nach persönlichem Bedarf aus einer Vielzahl von Optionen auswählen kann. Ich kann meine Kamera also gezielter auf meine persönliche Arbeitsweise anpassen.

nikon Fn und Pv TastenbelegungDie Auswahl der individuellen Funktion dieser Taste erfolgt über das Untermenü „Individualfunktionen“ (Stift-Symbol) innerhalb des Kamera-Menüs (erreichbar über die Menü-Taste). Bei „f Bedienelemente“ das Untermenü „Belegung der Fn-Taste“ durch drücken der OK-Taste oder der rechten Pfeiltaste des Multifunktionsrades auswählen.

Je nach Kamera-Modell stehen jetzt verschiedene Optionen zur Auswahl wobei beide Tasten den identischen Umfang zur verfügung stellen (mit OK-Taste bestätigen):

  • Tiefenschärfekontrolle
  • Blitzbel.-Speicher
  • Bel./Fokus speichern
  • AF aktivieren
  • Blitz aus
  • Bel.-Messarten (Spot, Matrix, Mittenbetont)
  • Belichtungsreihe (BKT)
  • + NEF RAW
  • BKT autom. Belichtungsreihe
  • Gitterlinien
  • Virtueller Horizont im Sucher
  • Mein Menü
  • Wiedergabe

Eine Reihe von Einstellungen sind nur in den Kameramodi P, A, S, M verfügbar, nicht in der Vollautomatik oder in den Motivprogrammen. Was bedeuten diese Funktionen in der Praxis? Hier eine Auswahl mit Erläuterungen:

Bildqualität und -größe

Mit dieser Funktion kann ich schnell zwischen verschiedenen Dateitypen zur Aufnahme wählen:

Bildqualität

  1. NEF (RAW) + JPEG Fine > von jeder Aufnahme wird eine RAW-Datei und ein JPEG mit höchster Qualitätsstufe gespeichert. Die JPEG-Datei wird nur wenig komprimiert.
  2. NEF (RAW) + JPEG Normal > von jeder Aufnahme wird eine RAW-Datei und ein JPEG mit mittlerer Qualitätsstufe gespeichert. Die JPEG-Datei wird stärker komprimiert.
  3. NEF (RAW) + JPEG Basic > von jeder Aufnahme wird eine RAW-Datei und ein JPEG mit geringer Qualitätsstufe gespeichert. Die JPEG-Datei wird sehr stark komprimiert.
  4. NEF (RAW) > hier wird nur eine RAW-Datei gespeichert.
  5. JPEG Fine > von jeder Aufnahme wird nur ein JPEG mit höchster Qualitätsstufe gespeichert. Die JPEG-Datei wird nur wenig komprimiert.
  6. JPEG Normal > von jeder Aufnahme wird nur ein JPEG mit mittlerer Qualitätsstufe gespeichert. Die JPEG-Datei wird stärker komprimiert.
  7. JPEG Basic > von jeder Aufnahme wird nur ein JPEG mit geringer Qualitätsstufe gespeichert. Die JPEG-Datei wird sehr stark komprimiert.

Welche Einstellung hier am sinnvollsten ist, muss man individuell betrachten. Wer sich nicht mit Bildbearbeitung beschäftigen mag, der sollte JPEG Fine wählen. Das ist die höchste Qualitätsstufe. Die Bilddatei wird zwar größer doch Speicherplatz ist heutzutage bei den günstigen SD-Karten mit hoher Kapazität kein Problem. RAW-Bilder beinhalten deutlich mehr Bildinformation, die ich bei der Bildbearbeitung noch nutzen kann aber eine RAW-Datei muss ich immer mit einem sog. RAW-Konverter wie z.B. Lightroom, NX-D oder ähnlichem bearbeiten.

Bildgröße

  1. L 6016×4016 Pixel, 24 Megapixel
  2. M 4496×3000 Pixel, 13,5 Megapixel
  3. S 2992×2000 Pixel, 6 Megapixel

Hier plädiere ich immer für L, denn warum sich eine 24-Megapixel-Kamera kaufen und dann mit der Auflösung einer Kompaktkamera fotografieren. M oder S macht nur Sinn wenn ich z.B. die Bilder sofort via WiFi auf mein Smartphone übertragen möchte um sie online zu präsentieren. Das kann aber meistens das Smartphone schon inkl. Aufnahme besser (ist aber meine persönliche Meinung)

BKT

Hier wird eine autom. Belichtungsreihe aufgenommen wobei ich die Wahl habe zwischen:

  1. AE Bel.-Reihe > 3 Bilder werden hintereinander aufgenommen. Aufnahme 1 mit der gemessenen Belichtung, Aufnahme 2 unterbelichtet, Aufnahme 3 überbelichtet. Die Schrittweite kann von 0,3 bis 2,0 LW-Stufen variiert werden.
  2. WB > Bei jeder Auslösung erstellt die Kamera 3 Bilder mit unterschiedlichen WB-Einstellungen. Nicht im RAW-Modus verwendbar.
  3. ADL > 2 Aufnahmen werden gemacht, einmal mit aktueller ADL-Einstellung, einmal ohne ADL.

Tiefenschärfekontrolle

Beim Drücken der Taste springt die Blende im Objektiv auf die eingestellte Arbeitsblende und man bekommt durch den Sucher ein Vorstellung von der Ausdehnung des Schärfebereichs. Vorher immer auf Motiv fokussieren um die Schärfentiefe ab Fokuspunkt beurteilen zu können!

 

Fortsetzung folgt mit der Erläuterung weiterer Funktionstasten.