Belichtungsoptimierung in der Kamera einstellen

Bildoptimierung deaktiviertBildoptimierung extrastark

Gerade wenn man tagsüber bei Sonnenschein Landschaften fotografiert oder einfach nur ein paar Momentaufnahmen während der Urlaubsreise einzufangen versucht, hat man oft mit hohen Kontrasten im Motiv zu kämpfen. Dieses Problem tritt auch auf wenn man von Innenraumen nach draußen oder Richtung Fenster fotografiert oder aus dem Schatten ein vom Tageslicht beleuchtetes Motiv aufnaehmen möchte.

Ergebnis: Entweder sind die hellen Bildbereiche wie der Hiimmel zu hell oder gar weiß oder meine dunklen Bildbereiche (=Schatten) sind fast schwarz. Beide Extrembereiche korrekt belichtet zu bekommen ist unmöglich – zumindest wenn ich im JPEG-Format meine Bilder aufnehme. In diesem Fall ist der Kontrastumfang des Motivs höher als der Dynamikumfang des JPEG-Formats mit seinen 256 Tonwertstufen bzw. 8 Bit Datentiefe.

Lösung Nr. 1

Ich wechsle ins RAW-Format mit 10-14 Bit Datentiefe und deutlich höherem Dynamikumfang. Wenn ich nun die Belichtung so wähle dass meine hellsten Bildbereiche gerade Zeichnung haben, also nicht weiß sind, erhalte ich ein RAW-Bild, bei dem ich nachträglich in einem Bildbearbeitungsprogramm die jetzt natürlich zu dunklen Schattenbereiche im Bild selektiv aufhellen kann.

Wer keine Lust auf nachträgliche Bildbearbeitung hat oder wem schlichtweg die Zeit dafür fehlt, dem empfehle ich die Bildoptimierungsfunktion im JPEG-Format in der Kamera:

Lösung Nr. 2

Diese Belichtungsoptimierungs-Funktion kann je nach Hersteller im Kamera-Menü oder im Quickmenü aktiviert werden. Wirkt sich aber wie gesagt nur auf eine JPEG-Datei aus. Leider hat jeder Hersteller quasi seine eigene Bezeichnung dafür, daher eine kurze Übersicht:

Nikon: Active D-Lighting

Canon: Automatische Belichtungsoptimierung

Fujifilm: Dynamikbereich DR100/200/400

ACHTUNG:
DR200 erfordert einen ISO-Wert von mind. 400
DR400 erfordert einen ISO-Wert von mind. 800

Sony: DRO Funktion

Panasonic: i.Dynamic

Olympus: Dynamnikerweiterung

Je nach Kameramodell kann man im jeweiligen Menü die Funktion zumindest an- oder ausschalten bzw. zwischen unterschiedlichen Intensitätsstufen wählen. Wenn die Optimierung aktiviert ist wird die Aufnahme zuerst mehr oder weniger stark (bis zu einer Lichtwertstufe) unterbelichtet und nachträglich in der Kamerasoftware die zu dunklen Bildbereiche wieder aufgehellt. Schließlich wird das Ergebnis als JPEG-Datei auf die Speicherkarte transferiert.

Ohne Optimierungsfunktion

Moderate Optimierungsfunktion

Normale Optimierungsfunktion

Verstärkte Optimierungsfunktion

Extrastarke Optimierungsfunktion

Diese Aufnahmereihe wurde mit einer Nikon D5500 mit Matrix-/Mehrfeldmessung aufgenommen. Bildstil war STANDARD. Die Unterschiede fallen teilweise eher gering aus, allerdings ist schon eine deutliche Kontrastanpassung zwischen AUS und EXTRASTARK zu sehen. Diese Funktion sollte man jedoch nur bei kontrastreichen Motiven verwenden, ansonsten könnten die Bilder zu flau werden.

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