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Bildstil Einstellung in der Digitalfotografie
Technik

Bildstil Einstellung in der Digitalfotografie

4 min Lesezeit

Wer Digitalbilder im JPEG-Format fotografiert und keine nachträgliche Bildbearbeitung durchführen möchte, sollte Fotos schon in der Kamera optimal einstellen.


Bildstile in der Digitalfotografie
Bildstile in der Digitalfotografie

Warum ist der Bildstil wichtig?

Wer seine Digitalbilder ausschließlich im JPEG-Format fotografiert und auch keine nachträgliche Bildbearbeitung an seinem Computer durchführen möchte, ist bestrebt, seine Fotos möglichst schon in der Kamera mit den optimalen Einstellungen zu belichten.

Neben der korrekten Belichtung spielt im JPEG-Format aber auch der gewählte Bildstil eine Rolle für das Aussehen oder den „Look" der Bilder. Da der Kamerasensor unabhängig von der eingestellten Bildqualität (RAW, RAW + JPEG, JPEG) immer im RAW-Format aufzeichnet, müssen die Bilddateien vor der Speicherung auf die Speicherkarte in das JPEG-Format konvertiert werden. Dies geschieht mit Hilfe der internen Bildbearbeitungssoftware der Kamera und wird immer begleitet von einer mehr oder weniger starken Bearbeitung des Digitalbildes.

Welche Parameter sind relevant

Bildschärfe, Kontrast, Farbsättigung, Helligkeit sind die Mindest-Parameter. Wie stark diese Parameter verändert werden hängt vom eingestellten Bildstil ab.

Die Bildstil-Einstellung findet man entweder im Kamera-Menü oder über das Quick-Menü. Wie so oft macht aber jeder Hersteller sein eigenes Ding und damit unterscheidet sich die Bezeichnung ebenfalls sehr:

  • Canon: Bildstil über Q-Taste erreichbar
  • Nikon: Picture Control konfigurieren über i-Taste oder Aufnahme-Menü erreichbar
  • Fujifilm: Filmsimulation über Q-Taste oder Fn-Taste erreichbar
  • Sony: Kreativmodus über Fn-Taste erreichbar
  • Panasonic: Bildstil über Kamera Menü oder Funktionstaste erreichbar
  • Olympus: Bildmodus über das Kamera Menü erreichbar

Je nach Kameramodell kann man im jeweiligen Menü zwischen einigen voreingestellten Bildstil-Optionen wählen, z. B. Standard, Neutral, Landschaft, Portrait, etc. Die häufig vorkommende Option „AUTO" würde ich niemals wählen, denn dann überlässt man komplett der Kamera welche Parameter sie wie verändert.

Die voreingestellten Bildstile lassen sich jedoch noch im Detail anpassen. Hierzu navigiert man zu den Detaileinstellungen des jeweiligen Bildstils und verändert mit den Schiebereglern die Intensität der Parameter.

Tipp für RAW-Fotografen

Der Bildstil wirkt sich zwar nicht auf die eigentliche RAW-Datei aus, aber sehr wohl auf die JPEG-Vorschaudatei, die uns am Kamera-Display bei der Bildwiedergabe angezeigt wird. Bei spiegellosen Systemkameras wird im Live-Vorschau-Modus auch die Auswirkung auf die JPEG-Datei simuliert. Wer also eine möglichst starke Annäherung an die spätere RAW-Datei haben möchte, sollte den Bildstil ausgewogen, flach oder neutral wählen (je nach Hersteller-Bezeichnung).

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