Inhaltsverzeichnis
- 1. Die Belichtungsvorschau bei Blitzfotografie ausschalten
- 2. ISO-Automatik – Maximalwert begrenzen
- 3. ISO-Automatik – längste Verschlusszeit festlegen
- 4. Belichtungsmessung anpassen bei Augen-Autofokus
- 5. Wechsel zwischen vertikalem und horizontalem Fokusfeld
- 6. Funktionstasten programmieren
- f2) Benutzerdef. Bedienelemente – Belegung der einzelnen Funktionstasten
- f3) OK-Taste
- Noch tiefer einsteigen?
- Weitere Bilder
In der Portraitfotografie entscheiden oft wenige Einstellungen darüber, ob ein Bild sitzt oder nicht: die passende Live-View-Anzeige beim Blitzen, ein sicher greifender Augen-AF und eine ISO-Automatik, die dich vor Verwacklern schützt. Die folgenden Punkte gehe ich chronologisch durch – von der Sucheranzeige über den Fokus bis zur Belichtung. Alle Beispiele beziehen sich auf Nikon Z 6 und Z 7 und lassen sich weitgehend auf die neueren Z-Modelle übertragen.
1. Die Belichtungsvorschau bei Blitzfotografie ausschalten
Falls du Portraits mit Blitzlicht fotografierst, solltest du die Belichtungsvorschau (Live View) dementsprechend anpassen.
Wird der Blitz als Aufhellblitz draußen bei Tageslicht oder in Innenräumen verwendet, ohne dass er die Hauptlichtquelle darstellt, kannst du die Live View aktiviert lassen. Dazu gehst du in das Menü Individualfunktionen und stellst dort ein auf:
- d9) Einstell. auf Liveview anw.: Ein
- Bei der Z6 III → d10) Ansichtsmodus (Foto Lv): Ein
Ebenfalls bei der Z6 III gibt es die Möglichkeit, bei Option a (Auswirkungen d. Einstellungen darstellen) durch Klick nach rechts festzulegen, dass dies nur bei Fotografie ohne Blitz passieren soll.

Anders sieht es aus, wenn du Portraits in einem Studio oder Innenraum ohne Tageslicht mit Blitz fotografierst. In diesem Fall ist das Blitzlicht die Hauptlichtquelle und du wirst deine Einstellungen für ISO/Zeit/Blende so wählen, dass die Aufnahme mit Blitzlicht korrekt belichtet wird.
Damit du dann kein schwarzes oder sehr dunkles Sucherbild hast und Probleme bekommst, richtig zu fokussieren und dein Model zu erkennen, schalte bitte die Anzeige Live View aus.
Die Kamera stellt die Sucher- und Displayhelligkeit dann so hell ein, dass du dein Motiv richtig sehen und fotografieren kannst.
2. ISO-Automatik – Maximalwert begrenzen
Die ISO-Automatik ist eine feine Sache und unterstützt dich bei der korrekten Belichtung mit einem autom. ISO-Wert. Nützlich in der Blenden- oder Zeitautomatik aber auch im manuellen Modus M. Allerdings empfehle ich den Maximalwert zu begrenzen um nicht versehentlich starkes Bildrauschen in deine Bilder zu bekommen. Wenn er nicht begrenzt wird, verwendet die Kamera ohne jegliche Scheu ISO-Werte, die auch zu starkem Bildrauschen führen.
Wie hoch du gehen willst, hängt von deinem persönlichen Qualitätsempfinden ab. Ein Richtwert könnte ISO 6400 sein.
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Kurs finden3. ISO-Automatik – längste Verschlusszeit festlegen
Wenn du mit der ISO-Automatik arbeitest, empfehle ich die längst mögliche, von der Kamera zu verwendende Belichtungszeit festzulegen. Diese Einstellungsoption ist relevant in den Kamera-Modi P und A. Denn hier liefert die Kamera die Belichtungszeit automatisch.
Diese Einstellung stellt sicher, dass du weder verwackelst noch versehentlich eine ungewollte Bewegungsunschärfe in dein Bild bekommst. Für Motive, die sich nicht sehr schnell bewegen (statische Portraitfotografie) reicht z. B. 1/160 s. Bei schnelleren Bewegungen deines Models ist natürlich eine entsprechend kürzere Zeit die bessere Wahl (1/500 bis 1/1000 s).
4. Belichtungsmessung anpassen bei Augen-Autofokus
Den Gesichts- oder Augen-AF möchte ich in der Portraitfotografie nicht mehr missen. Sofern du gerne mit der Belichtungsmessart Matrixmessung in Kombination mit der Gesichtserkennung arbeitest, solltest du sicherstellen, dass die Funktion Matrixmessung Gesichtswahrnehmung aktiviert ist.
Diese Funktion findest du im Menü Individualfunktionen > b) Belichtung >> Matrixmessung Gesichtswahrnehmung: ON.
5. Wechsel zwischen vertikalem und horizontalem Fokusfeld
Gesichter sind meistens in der oberen Hälfte des Sucherbildes platziert und dorthin positionierst du auch dein Fokusfeld. Beim Wechsel von Hoch- auf Querformat erfordert dieser Umstand aber ein ständiges Verschieben des Fokusfeldes. Das kostet Zeit.
Mit der Funktion Messf. je n. Ausricht. speich. stellst du sicher, dass die Kamera sich die jeweilige Position des AF-Feldes in Hoch- und Querformat „merkt" und wieder dahin zurückspringt. Funktioniert nicht wenn du die automatische Messfeldsteuerung aktiviert hast.
Diese Funktion findest du im Menü Individualfunktionen > a) Autofokus.
6. Funktionstasten programmieren
Die Nikon Z verfügt über zahlreiche programmierbare Tasten. In der Portraitfotografie macht es z. B. Sinn, den Augen-AF oder den Wechsel zwischen linkem und rechtem Auge auf eine Taste zu legen. Auch die Spotmessung ist oft, auf einer Funktionstaste gelegt, hilfreich. Zu finden im Menü BenKey/RegelEinst.
Die AF-ON Taste kann man z. B. mit der Funktion AF Ein belegen. In Kombination mit dem AF-C fokussiert die Kamera über das Auslösen hinweg permanent weiter, solange ich den Button gedrückt halte. Ein echter Gamechanger beim Fokussieren.
Eine genaue Erklärung und Anleitung zu dieser sog. Back Button Focus Technik findest du in meinem Blogbeitrag Back Button Focus – die flexible und treffsichere Fokus-Methode.
f2) Benutzerdef. Bedienelemente – Belegung der einzelnen Funktionstasten
Ähnlich wie beim i-Menü, je nach Konfiguration wechsele ich schon mal die Funktion. Was ich aber fast immer verwende:
- AF-ON → Autofokus aktivieren
- Fn1: Spotmessung
- Fn2: Fokusmodus/AF-Messfeldsteuerung
- Video-Taste: Tiefenschärfekontrolle
- Sub-Wähler: Fokusmessfeld-Auswahl
f3) OK-Taste
Bei Wiedergabe → Ausschnitt ein/aus → 1:1 (100 %). Bei 100 % kann man am besten die Schärfe überprüfen.
Noch tiefer einsteigen?
Wenn du noch tiefer in die Menüeinstellungen einsteigen möchtest und dabei einen kompetenten Berater und Unterstützer an deiner Seite wissen möchtest, wirf einen Blick auf mein individuelles Kameratraining oder melde dich z. B. für ein Einzelcoaching an.
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